Der PC verhält sich plötzlich seltsam. Browser-Tabs öffnen sich von selbst, das System ist träge, oder es erscheinen Warnmeldungen, die Sie nicht kennen. Das können Zeichen eines Virenbefalls sein – muss aber nicht. Hier erkläre ich, wie Sie das einordnen und was Sie tun können.
Woran erkenne ich einen Virenbefall?
Nicht jedes Problem am PC kommt von einem Virus. Aber es gibt typische Zeichen die hellhörig machen sollten:
- PC ist plötzlich sehr langsam – besonders beim Start oder beim Öffnen von Programmen
- Unbekannte Programme starten automatisch – im Task-Manager oder in der Taskleiste tauchen Prozesse auf, die Sie nicht kennen
- Browser-Startseite hat sich verändert – ohne dass Sie etwas eingestellt haben
- Popup-Fenster und Werbung überall – auch auf Seiten die normalerweise keine Werbung haben
- Festplatte läuft ständig – auch wenn Sie nichts machen, hört man die Festplatte arbeiten
- Antivirenprogramm lässt sich nicht öffnen – manche Schadsoftware deaktiviert gezielt den Virenschutz
Was Sie sofort tun sollten
- Internet trennen. Wenn Sie vermuten, dass Ihr PC befallen ist, trennen Sie ihn vom Internet – ziehen Sie das Netzwerkkabel raus oder deaktivieren Sie WLAN. So kann sich Schadsoftware nicht weiter ausbreiten oder Daten versenden.
- Windows Defender starten. Drücken Sie die Windows-Taste, tippen Sie „Windows-Sicherheit“ ein und starten Sie einen vollständigen Scan. Das dauert 30–60 Minuten, findet aber die meisten gängigen Bedrohungen.
- Malwarebytes herunterladen. Das kostenlose Tool Malwarebytes (malwarebytes.com) ist eine gute Ergänzung zu Windows Defender und findet oft was andere übersehen. Einmal drüber laufen lassen.
- Passwörter ändern – aber erst nach der Bereinigung. Wenn Sie Passwörter ändern, während der PC noch befallen ist, können die neuen Passwörter direkt wieder gestohlen werden. Erst bereinigen, dann ändern.
- Bank und wichtige Konten prüfen. Falls Sie Online-Banking betreiben, informieren Sie Ihre Bank und prüfen Sie, ob unbekannte Transaktionen stattgefunden haben.
Wie kommt Schadsoftware überhaupt drauf?
Die häufigsten Einfallstore sind:
- E-Mail-Anhänge – gefälschte Rechnungen, Paketnachrichten oder Bewerbungen die eigentlich Schadsoftware enthalten
- Infizierte Downloads – Programme aus unbekannten Quellen, gecrackte Software oder Freeware von dubiosen Seiten
- Falsche Warnmeldungen – „Ihr PC ist infiziert, rufen Sie jetzt an“ – das sind Betrüger, niemals anrufen
- Veraltetes Windows oder Browser – Sicherheitslücken in ungepatchter Software werden aktiv ausgenutzt
Wann reicht Selbsthilfe nicht mehr?
Manche Schadsoftware sitzt tiefer im System und lässt sich nicht einfach mit einem Scan entfernen. Das gilt besonders für Ransomware (die Ihre Dateien verschlüsselt) oder Rootkits (die sich tief im System verstecken). In diesen Fällen ist professionelle Hilfe der sicherste Weg.
Ich helfe Ihnen im Hohenlohekreis und Umgebung – direkt vor Ort oder per Fernwartung. PC bereinigen, Schutz einrichten, Daten retten wenn möglich. Klar und verständlich erklärt, was passiert ist und wie Sie sich künftig schützen.
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Alexander Haar IT-Dienstleistungen
Kupferzell · Hohenlohekreis · vor Ort und per Fernwartung
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